Die Leiden des jungen Aktionärs [Depot-Update + Jahresbilanz 2018]

6 Jan

Liebe Leserin, lieber Leser, wir sind im neuen Jahr, das bedeutet vor allem zweierlei Dinge. Erstens wird es Zeit für ein Depot-Update für den vorangegangenen Dezember und zweites für einen Blick auf das gesamte Jahr 2018.

Depot-Update Dezember 2018 + JahresrückblickWir schauen also in gewohnter Manier in mein Depot und auf meine Asset-Allocation. Wie immer mit dem Ziel, dass Du meine Strategie und Kennzahlen mit Deinen eigenen Zahlen und Ansätzen vergleichen kannst. Zudem verstehe ich die regelmäßigen Updates als Langzeit-Dokumentation meines eigenen Vermögensaufbaus und damit sowohl als Motivation (für Dich) als auch als kleiner bescheidener Beitrag für mehr finanzielle Bildung in unserer Gesellschaft (im Gesamtkontext dieser Website).

Wie immer freue ich mich über Feedback, Ergänzungen und jegliche sachdienlichen Hinweise in den Kommentaren – ein Blog lebt auch von Interaktionen. Aber starten wir jetzt endlich mit dem Blick in mein ETF- und Aktien-Depot:


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Meine Depotumsätze im Dezember 2018

Da der Dezember ein Monat für die turnusmäßigen Nachkäufe ist haben wir einige Depotumsätze zu besprechen. Beginnen wir mit den Nachkäufen, die aktuelle Depotgröße erlaubt es noch, dass ich das Rebalancing über Nachkäufe abbilden kann.

Ich habe insgesamt 39 Anteile meines S&P 500 ETFs für insgesamt 1824,02 € nachgekauft. Es folgte ein Nachkauf von 63 Stück meines MSCI WORLD ETFs für insgesamt 2441,26 €. Für weitere 1824,47 € habe ich mir weitere 51 Stück meines erst kürzlich ins Depot gelegten STOX EUROPA 600 ETFs gekauft. In der Summe ergibt das Nachkäufe von insgesamt: 6089,75€.

Schaut man aktuell auf die Kurse, dann war hier das Timing wahrlich nicht so glücklich, aber ein Nachkauf im Dezember, noch vor den Dividenden-Stichtagen der ETFs, ist ein Teil meiner Strategie. In anderen Jahren, werde ich vermutlich im Gegenzug dann auch mal von den Weihnachts-Rallyes (u.ä.) profitieren. Mein Anlagehorizont liegt bei mind. 20 Jahren, da spielt Timing eine untergeordnete Rolle, das ist zumind. meine Überzeugung bzw. entspricht das meiner Anlage-Philosophie.

Meine Depotumsätze im Dezember 2018

Meine Depotumsätze im Dezember 2018

 

Das führt uns aber direkt zu weiteren Umsätzen im Dezember, den Ausschüttungen. So habe ich gleich drei Ausschüttungen aus meinen ETFs erhalten. Der STOX EUROPA 600 ETF schüttete 23,40 €, der MSCI EMERGING MARKETS ETF 13,54 € und mein MSCI WORLD ETF 53,47 € aus. In der Summe ergibt das eine Ausschüttung von 90,68 €. Das ist doch schon netter Betrag, zumal meine Strategie keine Dividenden-Strategie ist, also nicht explizit auf den Cashflow und die Ausschüttung ausgerichtet ist.


Depotperformance im Dezember & Jahresrückblick 2018

Der Dezember war ja nun wirklich mal ein turbulenter Börsen-Monat, da lohnt sich ein Blick auf die Performance definitiv. Insgesamt habe ich den letzten Monat mit einem Buchverlust von – 2743,53 € abgeschlossen. Puh, das muss man auch erstmal verdauen. Aber so ist eben das Aktionärsdasein.

Ich muss ehrlich sagen, natürlich fühlt es nicht mega gut an, aber ich sehe das alles relativ entspannt. Das liegt aber vor allem daran, dass ich noch ziemlich am Anfang stehe. Wäre da eine oder sogar zwei Nullen mehr dran, dann würde ich das wohl nicht so optimistisch wegstecken, so viel ist definitiv klar. Daher ist es auch gut, wenn sich ein (das persönliche) Vermögen über einen längeren Zeitraum bildet, so gewöhnt man sich an größere Summen, aber auch an die Volatilität.

Ich habe schon einige Dinge falsch gemacht bei meinem Aktiendepot, aber definitiv bewährt hat sich das Starten mit einer relativ kleinen Aktienquote. Irgendwann war mir diese zu niedrig und ich habe mit das Ziel gesetzt, diese auch 60% zu erhöhen (siehe dazu den Abschnitt Asset-Allocation). Dabei habe ich stets überprüft, ob ich mich mit der Aktienquote und dem daraus resultierenden Gesamtwert meines Depots noch wohl fühle. Der Dezember war wirklich turbulent, im negativen Sinne. Aber ich habe zu keiner Zeit „Schiss bekommen“ oder deshalb irgenwie schlecht geschlafen. Das ist ein gutes Zeichen, dass die Quote passt, denke ich. Wie ging es Dir mit Deinem Depot im Dezember?

Meine Depotperformance im Dezember 2018

Meine Depotperformance im Dezember 2018

 

Der große Verlierer im Dezember war in absoluten Zahlen der MSCI WORLD. Einzig die Xetra-Gold-Position hat mit einem Buchgewinn abgeschlossen. Generell läuft Gold sehr gut seit ein paar Monaten, hier bin ich wirklich gespannt wie es weitergeht. Gold ist für mich ein Baustein der Diversifikation und damit eine Rebalancing-Position im Depot. Spätestens im Juni steht hier wohl eine Teil-Umschichtung zu den ETFs an.

Auch die Jahresbilanz sieht eher düster aus. Mein Depot weist für das Jahr 2018 einen Buchverlust von -2049,14 € aus. Einziger Trost ist, dass das auf die gesamte Marktlage und nicht (bzw. weniger) auf meine Strategie oder Positionswahl zurückzuführen ist, wie auch der Blick auf den Chart + Benchmark beweist.

Aber schauen wir vorher noch einmal auf die Positionen. Größter Verlierer in absoluten Zahlen ist der MSCI WORLD, das ist keine Überraschung, da dies auch die mit Abstand größte Position ist. Fast schon ironisch dagegen ist, dass der Gewinner die RWE Aktie ist, die ich bei der Umschichtung von Einzelaktien zu ETFs abgestoßen hatte  🙄

Die Gesamtperformance meines Depots 2018

Die Gesamtperformance meines Depots 2018

 

Der letzte Blick gilt dem Chart. Dieser offenbart, dass ich in diesem Jahr von meinem relativ hohen Goldanteil und der großen Gewichtung der nordamerikanischen Werte/Märkte profitiert habe. Denn die Benchmark (33% S&P500, 33% EuroStoxx, 33% DAX) schnitt mehr als 7-Prozent-Punkte schlechter ab. Ich bin gespannt, wie sich das langfristig ausgleichen oder einstellen wird.

Der Chart meines Depots und der Benchmark in den letzten 12 Monaten

Der Chart meines Depots und der Benchmark in den letzten 12 Monaten


Meine Asset Allocation Anfang Januar 2019

Der spannendste Punkt ist meiner Meinung nach immer die Asset-Allocation, zum einen weil diese für mich gerade die größte Baustelle beim Vermögensaufbau ist und zum anderen weil ich der Überzeugung bin (bzw. diese Überzeugung teile), dass die Verteilung der Anlageklasse der entscheidende Parameter für den Erfolg ist. Warum? Hier kannst Du es nachlesen.

Der Blick auf die Gesamtverteilung zeigt, dass der Aktienanteil weiterhin zu niedrig und vor allem der Anteil des Risiko-Kapitals zu groß ist. Für meine Stammleser schon ein alter Hut, aber das Problem liegt eben in der geringen Liquidität und der Konstruktion vieler meiner Risiko-Anlagen (Crowdinvesting, P2P-Kredite, Kryptowährungen, etc…), d.h. ich also das Geld nicht so schnell abziehen und umschichten kann, wie ich es gern hätte. Die große Herausforderung, den Anteil des Risikokapitals zu verringern, bleibt also. Mittel der Wahl ist hier allerdings der Nachkauf von Aktien sowie der Vergrößerung der anderen Anlageklassen – das braucht natürlich Zeit.

Die Verteilung der verschiedenen Anlageklassen meines bescheidenen Vermögens

Die Verteilung der verschiedenen Anlageklassen meines bescheidenen Vermögens

 

Der Blick auf die Verteilung der Aktien- und ETF-Position zeigt eine große Übereinstimmung zwischen SOLL- und IST-Zustand, das ist natürlich nicht weiter verwunderlich, so kurz nach den letzten Nachkäufen.

Die Verteilung der Positionen im Aktien-/ ETF-Depot

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Warum ich am Kapitalmarkt investiere?

Mein Ziel ist mit 50 Jahren (in ca. 20 Jahren) die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Unabhängigkeit vor allem von dem Zwang für Geld arbeiten zu müssen und auf eine staatliche Altersversorgung angewiesen zu sein. Ich möchte in dem größtmöglichen Maße selbst über meine Zeit bestimmen können. Dafür stecke ich viel Zeit und Geld in Aufbau eines (nebenberuflichen) Online-Business. Parallel investiere ich die Überschüsse in Aktien und andere Wertanlagen. Ich möchte an der Produktivität und Wertschöpfung der Weltwirtschaft beteiligt sein und nach meinen Möglichkeiten davon profitieren.


💡 RISIKOHINWEIS UND DISCLAIMER:

Der Handel mit Finanzprodukten (z.B. Devisen, Differenzkontrakte, Aktien, ETFs, Optionen, Optionsscheine, Zertifikate oder Binäre Optionen usw.) ist mit einem hohen Risiko verbunden und daher nicht für sicherheitsbewusste Anleger geeignet. Begreifen Sie, dass sie stets eigenverantwortlich handeln, auch wenn Sie z.B. Copy-Trading oder Handelssignale nutzen, die Entscheidung liegt immer in Ihrer Verantwortung.

Berücksichtigen Sie stets ihre Ziele beim Investieren oder Spekulieren mit Finanzprodukten und überprüfen Sie diese mit Ihrer Risikobereitschaft, Ihren Fachkenntnissen und Erfahrungen auf diesem Gebiet, bevor Sie mit dem Börsen-Handel beginnen.

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Johannes

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Johannes

4 thoughts on “Die Leiden des jungen Aktionärs [Depot-Update + Jahresbilanz 2018]

  1. Hallo Johannes,

    Kopf hoch, so geht es uns allen mit unseren ETF und Aktien Depots.
    Das Jahr ging leider schwach zu Ende, aber dafür geht es dieses Jahr wieder von vorne los und wir können aktuell, aufgrund der niedrigen Kurse, für das gleiche Geld mehr Positionen erwerben.

    Was heute noch im Minus ist kann in ein paar Monaten schon wieder ordentlich im Plus Bereich sein.
    Du bist also mit deinem Depot Verlusten nicht alleine.

    Gruß Steven

    • Hey Steven,
      danke für Dein Feedback. Ich sehe es auch so, jetzt bekomme ich mehr Anteile bei den nächsten Nachkäufen. Wenn man am Anfang des Vermögensaufbaus steht, spielt einem ein Rückgang der Kurse sogar in die Karten.
      Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg
      Johannes

  2. Hi Johannes, du hast dir sicher schon mehrere Anlagestrategien angesehen.
    Als longterm-Investor wäre doch eine Dividendenstrategie von Vorteil. Dividenden Aristokraten, die seit über 25 Jahren meist steigende Gewinnanteile pro Aktien regelmäßig auszahlen. Diese Dickschiffe wie 3M, P&C, MCD u.ä. sind zwar keine Kursraketen, aber ein paar Prozent moderate Steigerung sind jedes Jahr zu verzeichnen. Wenn du nicht entnimmst und alles immer reinvestierst und dir ein gut diversifiziertes Portfolio damit anlegst, ca. 30 Titel
    um dein Risiko gut zu streuen, dann profitierst du vom Zinseszinseffekt und wirst in 20 Jahren
    dein Ziel erreichen können.

    • Hallo Ewald,
      das ist ein guter Punkt und ich bin mir bewusst, dass Dividenden ihren Reiz haben. Für mich ist das aber eine Frage nach der Investmentphase. Ich stehe aktuell noch am Anfang der Reise, also in der Phase des Vermögensaufbaus. Und für die Phase des Aufbaus, sind mir Dividenden zu „steuer-hässlich“. In 20 Jahren kann ich mir aber sehr gut vorstellen, mein Depot zumind. Teilweise in Dividenden-Titel, REITs oder Dividenden-ETFS umzuschichten und dann vom Cashflow zu leben. Aktuell denke ich aber, dass das Geld besser in den Firmen aufgehoben ist und ich lieber von der Steuerstundung profitieren möchte.
      Beste Grüße
      Johannes

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