Erfolgreich Geld sparen: Lebe unter Deinen finanziellen Möglichkeiten (Teil 4/5)

14 Feb

Wenn Du schon bis zum vierten Teil dieser Artikelserie vorgedrungen bist, dann hast Du schon etwas über das Ziel, die Bestandsaufnahme und das bewusste Konsumverhalten im Zusammenhang mit dem Thema Geld sparen gelernt. In diesem Teil widmen wir uns den Fixkosten.


Woran misst sich erfolgreiches Sparen?

Ich glaube, dass man das erfolgreiche Sparen nur am Erreichen der eigenen finanziellen Freiheit und an der eigenen Sparquote messen kann. Man kann auf jeden Fall sagen, wer finanziell frei ist, kann gut mit Geld umgehen. Wer allerdings durch eine hohe Sparquote seine finanzielle Freiheit erreicht hat, der kann sich mit Fug und Recht als erfolgreicher Sparer (oder Sparerin) bezeichnen.


Erfolgreiches Sparen: Fixkosten senken – der Rest ist nur Kinderkacke!

erfolgreich sparen

Ja ok, diese Zwischenüberschrift ist etwas provokativ. Aber mir ist es sehr wichtig, einmal mit den ganzen halbseidenen Spartipps vieler Ratgeber aus Funk- und Fernsehen aufzuräumen. Dort wird dir empfohlen deine Versicherungen zu vergleichen, eine Tank- oder Gutschein-App zu verwenden, deine Stand-by-Geräte auszuschalten und nicht mit leerem Magen einkaufen zu gehen. Ja verdammt, das stimmt auch alles, außer das mit den Apps natürlich 😉 Aber sind wir mal ganz ehrlich, das hat alles wenig mit Sparsamkeit zu tun – und finanzielle Freiheit erreicht damit garantiert auch niemand.

Wer erfolgreich sparen will und sich so die Grundlage für sein Vermögen schaffen will, muss eindeutig mehr tun. Es geht darum, die großen Posten auf der Ausgabenseite anzugreifen. In den meisten Fällen sind das Wohnen, Mobilität und Lebensmittel. Ein Dach über dem Kopf und etwas Gutes zum Essen brauchen wir alle – darauf sollte man natürlich nicht verzichten.

Mobilität

Bei der Mobilität kann man je nach Lebenssituation sehr viel Geld sparen. Ich bin leidenschaftlicher Fahrradfahrer, mir würde es im Traum nicht einfallen mir ein Auto zuzulegen, kaufen schon gar nicht. Laut destatis.de gibt der deutsche Haushalt durchschnittlich 14% (342€) seiner Konsumausgaben für den Verkehr, ich interpretiere das mal als Mobilität, aus. Das ist mehr als für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren! Das ist viel zu viel. Ok, wenn beide Pendler sind, dann ist das nachvollziehbar, aber ansonsten ist das schon zu hinterfragen. Bei der Mobilität kann mehr sehr viel Geld sparen, einfach mal überlegen ob, man auf das Auto oder vielleicht erst mal den Zweitwagen verzichten kann.

Wohnen

Laut der Statistik gibt der private deutsche Haushalt 34,5% (845€) für Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung aus. Das ist als für eine Familie ok, finde ich. Aber als Single oder Paar ohne Kinder zu viel. Auch beim Wohnen kann man sehr gut sparen, indem man zwei Parameter anpasst. Die Größe und die Lage. Als Paar kann man sehr gut, falls man sich gut versteht und nicht aus dem Weg gehen möchte 😉 in einer max. 50m²-Wohnung leben. Jeder Quadratmeter mehr ist, in meinen Augen, rausgeschmissenes Geld. Genauso sollte man bei der Lage stets überlegen, ob es wirklich unbedingt die Altstadt, das Zentrum oder das „hippe“ Szeneviertel sein muss.

Lebensmittel

In der Statistik sind die Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren die drittgrößte Position. Hier sollte man natürlich die Tabakwaren nach Möglichkeit weglassen, ansonsten aber nicht sparen! Man sollte keine Marken ABER dafür möglichst BIO sowie saisonal und regional kaufen. Man sollte sich auf jeden Fall den Zugang zu guten Lebensmitteln sichern, wenn man die Möglichkeit der Selbstversorgung hat, dann ist das natürlich das Beste und man spart auch Geld dabei. Dem Stadtbewohner ist das aber in der Regel nicht möglich, der muss mehr Geld für gute Lebensmittel ausgegeben.


Zusammenfassung

Wenn man seine Sparrate entscheidend verbessern möchte, dann sollte man die großen Posten optimieren. Hier kann man ein Vielfaches von dem erreichen, was mit den läppischen Spartipps aus den Mainstream-Medien möglich ist. Nur ist es eben unpopulär in eine kleinere Wohnung zu ziehen und den geleasten BMW abzugeben. Es bringt einen aber ein gehöriges Stück näher zur finanziellen Freiheit, als der hundertste Versicherungsvergleich oder eine Energiesparlampe.

Im nächsten und letzten Teil dieser Beitragsreihe geht es dann um das Feintuning beim Sparen, der letzte Feinschliff zum Sparprofi sozusagen 🙂


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Johannes

Hi, ich bin Johannes. Ich bin nebenberuflich selbstständiger Webmaster, Investor und Betreiber dieses Blogs. Auf meinem Blog findest Du alles rund um das Thema unkonventionell aber seriös Geld verdienen/sparen/investieren im Internet. Eine Inspirationsquelle für Deine finanzielle Freiheit.

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7 thoughts on “Erfolgreich Geld sparen: Lebe unter Deinen finanziellen Möglichkeiten (Teil 4/5)

  1. Hi,

    dem, was du über Mobilität schreibst, kann ich nur zustimmen. Ich bin auch Fahrradfahrer und der Überzeugung, dass man in einer größeren Stadt kein Auto braucht. Die 342 EUR für Mobilität finde ich schon recht wenig, wenn man ein Auto besitzt. Kleine Story…Eine Freundin hat vor ein paar Monaten einen Gehaltserhöhung bekommen und sich dann überlegt, eine Auto zu leasen. Wir haben Leasing, Versicherung, Parken (Tiefgarage und Parkgebühren in der Stadt), Benzin und alles sonst so nur mal grob überschlagen. Da lag sie bei >600 EUR im Monat. Damit war die Gehaltserhöhung mehr als weg. Und wofür? Sie bekommt ein Ticket für den Nahverkehr von der Firma gestellt.

    Zum Thema Wohnen: Ich finde schon, dass die Lage einen großen Teil zur Lebensqualität beiträgt. Ich würde also lieber eine kleine Wohnung in guter Lage, als eine größere in schlechter Lage nehmen. Allerdings finde ich die 50qm für 2 Personen schon recht klein bemessen. Gut, vor längerer Zeit habe ich mit meiner damaligen Freundin auf knapp 45qm gelebt, das ging auch. Aber unter 50qm würde ich jetzt nicht mehr mit jemandem zusammen leben wollen .

    • Hallo Tim, vielen Dank für deinen Beitrag. Eine super Story von dir – und eine gute Entscheidung (gegen das Auto) 😉
      Ich denke mit der Wohnung ist das sicher auch eine Frage des Alters. Ich bin noch jung und gerade mit dem Studium fertig. Da finde ich es besser weiterhin wie ein „Student“ zu leben aber wie ein „Erwachsener“ zu verdienen 🙂
      Ob ich ich in 15 Jahren noch in einer 50m²-Wohnung wohne – wohl eher nicht 🙂

  2. Hallo Johannes, ich habe den Artikel mit großem Interesse gelesen und finde es richtig, die großen Ausgabenposten zu untersuchen, weil dort wenige % schon viele € ausmachen. In ein paar Details muss ich dir aber widersprechen und bin auf deine Antwort gespannt:

    1. Ich bin wie du leidenschaftlicher Fahrradfahrer und meine Arbeit liegt in Laufweite. Trotzdem habe ich ein Auto, weil es Situationen gibt, in denen ich mit dem Fahrrad nicht weiter komme: Schlechtes Wetter, starker Regen, Frost. Große Distanzen. Viel Gepäck/Einkäufe/Getränkekästen evtl. Umzug. Transport von Angehörigen, die nicht gut laufen/radeln können. Für all diese Zwecke halte ich das Auto für unverzichtbar. Man sollte eher darauf achten, das Auto nur dann zu benutzen, wenn es wirklich nötig ist, anstelle seine Existenz ganz infrage zu stellen.

    2. Wohnung. Auch ich finde 50 qm für 2 Personen etwas knapp. Deine Forumlierung, jeder qm mehr sei rausgeschmissenes Geld, lehne ich ab, weil es auch die Lebensqualität verbessert. Trotzdem hast du natürlich grundsätzlich recht, dass man in puncto Wohnen ansetzen muss, wenn man sparen will, weil dort viel rauszuholen ist. Ich würde vllt. auch das Thema Heizen ansprechen, weil das der großte Posten in den Nebenkosten ist.

    3. Lebensmittel: Warum „möglichst BIO“ kaufen?

    • Hallo Michael, es freut mich sehr, dass du den Artikel offensichtlich komplett gelesen hast 🙂 Ich beantworte gern Deine Fragen. Eines aber vorweg, das folgende ist natürlich einfach nur MEINE MEINUNG, die sich auf MEIN ganz individuelles Lebenskonzept bezieht, also sicherlich nicht für jeden (dich) anwendbar und zum empfehlen ist.

      1. Klar das sind verständliche Argumente für ein Auto. Aber wenn das Auto deutlich mehr herumsteht, als es genutzt wird, dann würde ich eher auf Carsharing (o.ä.) zurückgreifen. Wenn man gar kein Auto hat, hat man auch ganz andere finanzielle Spielräume. z.B. ist es dann gegelegentlich eine Option mal mit dem Taxi zu fahren oder sich für eine paar Tage ein Auto zu mieten. Derartiges ist natürlich partiell betrachtet sehr teuer ABER insgesamt günstiger als ein eigenes Auto (wenn man es nicht regelmäßig nutzt)

      2. Naja, das ist für mich eine Frage der Lebenssituation und des Alters. Ich bin 27 Jahre alt und bin einfach nach dem Studium in meiner Studentenbude geblieben, mir (uns) reicht das. Für mich wäre im Moment(!) tatsächlich jeder qm mehr rausgeschmissenes Geld 🙂 Aber in 20 Jahren sind meine Bedürfnisse sicherlich andere. Ich denke, man sollte sich nicht dogmatisch gegen höhere Ansprüchen „sperren“ aber auch versuchen nur sehr langsam „zu wachsen“. Ja klar Heizkosten ist auch ein wichtiges Thema. Das gehe ich allerdings ganz entspannt an, ich muss eben das Bezahlen, was in unserer kleinen 50qm Wohnung anfällt. Wenn es mal kühler wird, dann ziehe ich erst einen Pulli und erst danach drehe ich die Heizung auf. Die Kosten die dann enstehen, stelle ich nicht mehr infrage. Es kostet eben das was es kostet… (Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich rübergekommen)

      3. Weil Bio viel gesünder ist. Das ist jetzt kein Esoterik-Bla-Bla sondern LEIDER Fakt. Bio-Lebensmittel sind weniger mit Schadstoffen belastet und daher den „konventionellen“ Lebensmitteln vorzuziehen. Ökologisch betrachtet sollte man zudem auf regionale Produkte achten 🙂 Denn bei der Gesundheit sollte man NIEMALS sparen.

      Mit besten Grüßen
      Johannes

    • Hallo Johannes, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

      Du hast recht. Wenn das Auto viel rumsteht, wäre Carsharing oder ab und zu Taxi günstiger. Da müsste man im Einzelfall genau nachrechnen ab welcher Nutzungsintensität kaufen oder mieten günstiger ist. Damit sind wir wieder bei dem Punkt, den du in deinen anderen Artikeln ansprichst 🙂

      Bei der Wohnung kommt es wie gesagt auf die Lebenssituation an. Das muss jeder für sich entscheiden. Mit dem Heizen mache ich es genauso.

      Bei der Gesundheit würde ich auch nicht sparen. Die Frage, ob „Bio“ jetzt gesünder oder ungesünder ist, ist aber enorm umfangreich und sollte nicht in einem Internetforum zum Thema Geld verdienen im Internet stattfinden. Das machen wir lieber per PM, wenn dich das interessiert.

      Viele Grüße
      Michael

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