Meine Börsencrash / Wirtschaftskrisen Vorsorge…

13 Mai

börsen crash vorbereitungLiebe Leserin, lieber Leser, in diesem Artikel möchte ich mich mal mit dem Thema „finanzielle Krisenvorsorge“ auseinandersetzen. Das ist ein Thema, das mich in der letzten Zeit sehr umtreibt, nicht etwa, weil ich denke, dass ein Börsen-Crash kurz bevorsteht. Auch möchte ich keine Krise heraufbeschwören. Aber im Zusammenhang meines Strategiefindungsprozesses beim Aktien-Depot-Aufbau (Vermögensaufbau) spielt das Thema Sicherheit bzw. Absicherung schon eine wichtige Rolle.

Neben meiner Meinung möchte ich auch noch zwei aktuelle Videos von großen Börsen-YouTubern zu diesem Thema in meinen Artikel unterbringen und diese kurz kommentieren.


Meine eigene Börsencrash-Vorsorge… damit das Depot nicht zur Deponie wird!

Für mich hat dieses Thema zwei wichtige Aspekte, die ich hier kurz ausführen möchte. Anschließend erfährst Du meine konkreten Handlungsempfehlungen, so wie ich das auch umsetze/plane.

1 / Handlungsfähigkeit beibehalten

Der wichtigste Punkt bei dem Gedanken an eine Wirtschafts- und Finanzkrise ist für mich, dass ich in meinem beruflichen und natürlich auch im privaten Kontext zu 100% handlungsfähig bleibe. Das heißt also, dass es mich im privaten und beruflichen Alltag nicht beeinflusst. Mir ist es also wichtig eine Situation herzustellen, in der es mir ziemlich egal ist, wo der Börsenkurs steht… aber auch wie die Konjunktur läuft.

Denn was gern außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache, dass mit einer Finanzkrise meist auch eine Wirtschaftskrise einhergeht. Also auch der Aktien-Muffel kann finanzielle Einbußen durch einen Börsencrash erlangen, wenn er seinen Job verliert oder die Auftragslage sich verschlechtert.

2 / Investitionsmöglichkeiten wahrnehmen können

Der zweite Punkt beruht auf der Annahme, dass man im Besonderen in Krisenzeiten investieren sollte, weil hier Preise niedrig und das Wachstumspotential am größten ist.

Frei nach Car Mayer von Rothschild

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“

Um diese Strategie umzusetzen, braucht man neben Börsen-Know-How vor allem Cash, das heißt ungebundenes Kapital.


Das heißt konkret, ich mache Folgendes…

Um meine Handlungsfähigkeit beizubehalten und meine Liquidität zu wahren versuche ich in allen Belangen möglichst breit aufgestellt zu sein. Das heißt für meine Kapitalanlagen, dass ich in möglichst vielen Segmenten spekuliere und in möglichst viele Wertanlagen investiere. Diversifikation ist hier das Zauberwort. Bei mir ganz konkret sind das:

Aktien, wobei ich aktuell wieder auf passives Investieren, d.h. auf breit diversifizierte ETFs umschwenke. Langfristig strebe ich eine Einzel-Aktien-Quote von 5% an. ➡ mein Aktien-Depot.

Ich investiere wieder vermehrt in ETFs (Indexfonds), diese sollen langfristig 40-60% (maximal 60%) meines Vermögens ausmachen. Ich besitze auch ein paar Rohstoff ETCs (Mais, Öl, Kakao)

Meine Literatur Empfehlung zum Thema ETFs:

Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche...
75 Bewertungen
Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche...
  • Gerd Kommer
  • Campus Verlag
  • Auflage Nr. 4 (10.09.2015)
  • Taschenbuch: 371 Seiten

Letzte Aktualisierung am 27.06.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Börsencrash-Vorsorge mit Edelmetallen? | © tunedin – Fotolia.com

Zudem bin ich in Edelmetallen investiert, hauptsächlich an der Börse aber auch mit einem kleinen Anteil in physischer Form, wobei dieser eher ein psychologischer Aspekt für ist und ich nicht wirklich davon ausgehe, mit Goldstaub meine Brötchen zu kaufen, wie es gern von Krisen-Gurus berichtet wird. Ich glaube eher an das antizyklische Potential von Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin. Wenn Edelmetalle historisch günstig erscheinen kaufe ich diese, wenn diese dann aber wieder durschnittliche Kursstände erreichen (mit dem Blick auf die letzten 10-20 Jahre), dann verkaufe ich diese auch wieder, so habe ich das z.B. in der Vergangenheit mit Kupfer gemacht. Etwa 15% meines Vermögens halte ich Edelmetallen.

Das Segment der Hoch-Risiko-Investments, wie z.B. mein auxmoney-Investment, sollen mittelfristig betrachtet 10% meines Vermögens ausmachen, das ist gewissermaßen der Rendite-Turbo. Auch mein Sportwettenprojekt, Crowdinvesting und Krypowährungen* gehören dazu. Allerdings macht dieses Segment aktuell mehr als 25% aus. Aktuell arbeite ich daran, dieses Missverhältnis wieder abzustellen und werde nun vermehrt einen…

Cashbestand aufbauen. Dieser wird auf einem ➡ Tagesgeldkonto mit Zinsen geparkt und ist zur Hälfte für Investitionen in ETFs oder Aktien und zur anderen Hälfte für Investitionen in meinem Online-Business vorgesehen. Denn mein Online-Business betrachte ich ebenfalls als Investment. Insgesamt soll mein Cashbestand etwa 10-30% meines Vermögens ausmachen. Je länger der Bullenmarkt läuft, desto höher ist der Cashanteil (maximal eben 30%).

In Zukunft kommen dann vielleicht noch weitere Investitionsfelder hinzu, z.B. Immobilien oder Firmenbeteiligungen. Wobei diese dann eher als Business aufgezogen werden.

💡 ABER noch wichtiger!

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Börsencrash Vorsorge durch mehrere Einkommen | © marcus_hofmann – Fotolia.com

… als meine Kapitalvermögen sind meine verschiedenen Einkommen. Auch hier versuche ich auch so breit wie möglich zu streuen, mir also verschiedene Einkommen aufzubauen. Einmal ist da natürlich der erlernte Beruf, der als Hauptjob, im Teilzeitjob oder als Aushilfe (je nach Situation und Lebenslage) ausgeführt werden kann. Hinzukommen Einkünfte aus der Selbstständigkeit (Online-Business), welche sich wiederum auf einzelne Projekte (vor allem verschiedene Webseiten) aufteilen. In Zukunft sind auch noch andere Geschäfte geplant, das ist aber noch Zukunftsmusik. Auf diesen Teil, also das Einkommen bzw. die verschiedenen Einnahmen liegt natürlich mein Hauptfokus. Sicherheit und Konstanz kann ich, meiner Auffassung nach, hier vor allem mit Wissen (Ausbildung und Erfahrung) sowie mit Diversifikation und Gesundheit erreichen.

Natürlich ist das eigentlich selbstverständlich, doch gerade beim Thema „Börsencrash“ oder „Krise“ nimmt der Gedanke, dass das Depot zur stinkenden alles beeinträchtigenden Deponie wird, manchmal scheinbar überhand. Doch das eigentlich entscheidende ist doch immer das Geld verdienen, nicht das Geld investieren.

Die beste Vorsorge für einen Börsencrash oder eine Wirtschaftskrise ist für mich, dass man seine Existenz von seinem Wertanlagen, vor allem von dem gebundenen Kapital, entkoppelt. Denn neben dem Wegfall es Haupteinkommens ist doch der Gedanke, dass man (auf Zwang) seine roten Positionen im langfristigen Depot, mit Verlust, verkaufen muss, weil man das Geld zum Leben braucht oder weil man Kreditraten begleichen muss, weil man vielleicht sogar mit geliehenem Geld spekuliert, das Schlimmste was passieren kann. Wenn man es darüber hinaus schafft, kein Haupteinkommen zu haben, sondern viele annähernd gleiche Teileinkommen zu beziehen, dann kann man eigentlich sehr gelassen, den kommenden Widrigkeiten entgegensehen. So ist zumindest meine naive Vorstellung von derartigen Situationen.

Zur letzten großen Finanzkrise (2008) hatte ich nur einen kleinen Fonds bei einer Raiffeisenbank und war gerade bei Bundeswehr und habe mich um einen Studienplatz gekümmert. Es hat mein Leben, meine Zukunft und meine Existenz in keiner Weise beeinträchtigt. Ich möchte genauso unbeeindruckt, wie damals 2008, durch die Krise gehen, auch wenn ich jetzt selbst ein Aktien/ETFs-Depot habe und mit meinem Einkommen eine Familie zu ernähren habe 🙂


Was sagen die Börsen-YouTuber dazu?

Um diesen Artikel nicht allein mit meinen naiven Halbweisheiten vollzustopfen, möchte ich gern noch zwei Videos und damit zwei weitere Meinungen zu diesem Thema mit euch teilen:

Jens Rabe zeigt in seinem Video sehr schön auf, wie viel Geld die „Großen“ für Krisensituationen = günstige Investitionsmöglichkeiten zurückhalten. Sehr anschaulich und sehr gut, um seine eigene Einstellung daran zu messen und sich daran abzuarbeiten.


Ein weiteres thematisch etwas umfangreiches Video hat Kolja von „Aktien mit Kopf“ dazu veröffentlicht. Er beschreibt auch sehr anschaulich, dass ihm die Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit besonders wichtig ist, einen Punkt, den ich hier ja bereits ausgeführt habe und der sich sehr schön in seine „6 Maßnahmen beim Börsencrash“ einreiht.


Was meinst Du dazu? Hast Du Angst vor der Krise? Welche Maßnahmen oder Gedankenspiele hast Du bereits in diesem Zusammenhang ergriffen?

Kurzum: Wie sieht deine Börsen-Crash-Vorsorge aus? Schreib es doch in die Kommentare!

💡 Meine Empfehlung für ein Online-Depot:

Ich selbst habe ein Depot bei meiner Hausbank eröffnet. Viele Investoren-Freunde nutzen aber das Festpreis-Depot der OnVista-Bank. Das ist das Einzige, was ich Dir mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann, wenn Du selbst noch kein eigenes Depot hast. Ich werde mittelfristig auch dorthin wechseln. ➡ Zum 5€-Festpreis-Depot*


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Meine Börsencrash / Wirtschaftskrisen Vorsorge…
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Johannes

Johannes

Hi, ich bin Johannes. Ich bin nebenberuflich selbstständiger Webmaster, Investor und Betreiber dieses Blogs. Auf meinem Blog findest Du alles rund um das Thema unkonventionell aber seriös Geld verdienen/sparen/investieren im Internet. Eine Inspirationsquelle für Deine finanzielle Freiheit.

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Johannes

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3 thoughts on “Meine Börsencrash / Wirtschaftskrisen Vorsorge…

  1. Eine Investition in Lebensmittel (haltbare) finde ich persönlich sinnvoller. Gold und Geld kann man nicht essen. Gold ist ausserdem limitiert (Was demnach schon heute missbraucht wird.) und auch registriert. Die Vergangenheit hat ausserdem gezeigt, dass Gold in Krisenzeiten vom Staat auch eingezogen wurde.

    • Hallo,
      danke für Dein Feedback. Mit lang haltbaren Lebensmitteln kenne ich mich nicht aus. Was würdest Du da empfehlen?
      Zum Goldverbot: Ehrlich gesagt, glaube ich NICHT, dass so etwas nochmal kommt und wenn, dann ist es nicht durchsetzbar. Auch damals habe nicht alle Privatleute ihr Gold abgegeben und das werde sie auch beim nächsten Mal nicht tun, wer will das kontrollieren. Insgesamt, glaube ich generell nicht an diese Horror-Szenarien (Wirtschaftskrisen), dass man mit Goldfragmenten auf den Schwarzmarkt gehen muss, um Essen zu „kaufen“ oder dass man auf die Lebensmittelreserven im Keller angewiesen ist. Aber, dass es Menschen gibt, die das Gefühl haben wollen abgesichert zu sein, kann ich gut verstehen.

  2. Hallo Johannes,

    schön, wenn Du so eine Vertrauen in das jetzige System hast. Tipp: Setz Dich mal mit der Geschichte des Geldes und des Goldes auseinander.

    Und wer das kontrolliert? Genau den hast Du auch hier in Deinem Text erwähnt. Von ihm stammt auch folgende Aussage: „Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.“

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